PageSpeed Insights (ehemals Google PageSpeed) ist ein Online-Dienst des Unternehmens Google, um die Ladezeit einer InternetprĂ€senz zu untersuchen und ggf. zu optimieren. PageSpeed Insights beachtet dabei neben dem Aufbau von HTML-, CSS- und JavaScript-Dateien auch die Integration von Bildern ohne Interlacing oder die Cache-Vorgaben der Website. Neben einem Online-Dienst bietet Google eine Erweiterung fĂŒr den Apache HTTP Server und Nginx und unter dem Namen Lighthouse auch ein Browser-Plugin und ein in Google Chrome entwickeltes Audit-Tool an.

PageSpeed wurde 2011 auf der Technologiekonferenz Google I/O erstmals vorgestellt.
Im Juli 2011 wurde außerdem ein Hosting-Angebot namens Google Page Speed Service vorgestellt. Im Laufe der Jahre hat Google eine Vielzahl von Tools zur Messung und Optimierung der Ladezeit bereitgestellt. Neben PageSpeed Insights und den Chrome DevTools gibt es auch Google Lighthouse. Um hier eine Vereinheitlichung herzustellen hat Google die Web Vitals Initiative ins Leben gerufen, welche 3 maßgebliche Metriken zur Nutzererfahrung heranzieht: Ladezeit, InteraktivitĂ€t und visuelle StabilitĂ€t. FĂŒr jeden der drei Aspekte gibt es eine Kennzahl:

Largest Contentful Paint (LCP): Die Dauer des Ladevorgangs, bis der Hauptinhalt einer Seite geladen ist.

First Input Delay (FID):  FID misst die Zeit von der ersten Interaktion eines Benutzers mit einer Seite bis zu der Zeit, zu der der Browser auf diese Interaktion reagieren kann. FID soll im MĂ€rz 2024 durch die neu eingefĂŒhrte Kennzahl Interaction to Next Paint (INP) ersetzt werden.

Cumulative Layout Shift (CLS): Die Kennzahl CLS misst, wie stabil das Layout einer Webseite ist und ob sich einzelne Layout-Elemente verschieben, wÀhrend die Seite geladen und vom Browser gerendert wird.

Mit den Core Web Vitals stellt Google einheitliche QualitÀtssignale bereit, die die Nutzererfahrung auf einer Webseite widerspiegeln.


Webseiten: Online-Dienst


Google PageSpeed Insights kann direkt im Browser aufgerufen werden. Der Besucher muss lediglich die URL einer Webseite eingeben. In der Regel zeigt PageSpeed nach weniger als zwei Minuten dann einen Bericht an, der in Kategorien mit hoher, mittlerer und niedriger PrioritĂ€t untergliedert ist. PageSpeed berechnet fĂŒr jede Seite einen Gesamtwert, der maximal 100 Punkte erreichen kann. Es werden dabei gesonderte Berichte fĂŒr die Mobil- und Desktopversion der Webseite ausgegeben. Dabei gilt es nicht nur die Ladezeiten von Bildern, CSS und JavaScript-Files zu optimieren, sondern auch verschiedene Caching-Funktionen zu testen, um somit dem Besucher eine schnell ladende Webseite prĂ€sentieren zu können. Tipps, Hinweise, Tutorials und viele Codeschnipsel können dabei hilfreich sein.


Andere Aufrufmöglichkeiten


In den Entwicklertools von Google Chrome ist das Analysetool unter dem Namen Lighthouse integriert. Auch ein separates Browser-Plugin fĂŒr Chrome wird angeboten. Alternativ steht eine API zur VerfĂŒgung, ĂŒber die Page Speed Insights-Abfragen automatisiert durchgefĂŒhrt und die Ergebnisse maschinenlesbar zurĂŒckgegeben werden und auf die auch Plugins zugreifen können.


Webserver


Auf der Google I/O 2011 wurde mod_pagespeed erstmals gezeigt, das die Ladezeit einer InternetprĂ€senz automatisch verbessern soll. Die OptimierungsvorschlĂ€ge, die Google Page Speed Online oder das Browser-Plugin einem Webmaster machen, werden grĂ¶ĂŸtenteils automatisch umgesetzt. Seit Juli 2011 gibt es auch eine gehostete Version namens Google Page Speed Service, mit der kein Eingriff in die Serverkonfiguration notwendig ist. Stattdessen liefert Google die Website ĂŒber seine eigenen Rechenzentren aus, wo auch die Geschwindigkeitsoptimierung erfolgt. Das Angebot wurde in den Medien teilweise als Angriff auf die UnabhĂ€ngigkeit von Webmastern kritisiert.


Auswirkungen auf die Suchergebnisplatzierung


Seit 2010 ist die Geschwindigkeit einer Website ein Signal fĂŒr die Berechnung der Positionen in den Suchergebnissen von Google, seit 2018 ebenso fĂŒr mobile Suchergebnisse und Google Ads. ZusĂ€tzlich limitiert Google das Crawling Budget je Website, also die Anzahl der Unterseiten, die Google von einer Website aufruft. Schnellere Websites fĂŒhren zu einer höheren Crawling-Frequenz von Google, was beispielsweise bei Online Shops mit zahlreichen Produkten einen Einfluss hat.

Ab 90 Punkten gilt laut Google ein PageSpeed als gut, ab 50 Punkten als durchschnittlich und darunter als schlecht. Die maximal erreichbare Punktzahl ist 100.


Weblinks


  • Offizielle Website

  • Core Web Vitals (englischsprachig)

Einzelnachweise