Eine Domain (von englisch domain [də(ʊ)ˈmeÉȘn] ‚Bereich‘, ‚DomĂ€ne‘) ist ein zusammenhĂ€ngender Teilbereich des hierarchischen Domain Name System (DNS). Im Domain-Vergabeverfahren ist es ein im Internet weltweit einmaliger und eindeutiger und unter gewissen Regeln frei wĂ€hlbarer Name unterhalb einer Top-Level-Domain. Die exakten Regeln fĂŒr die Namensvergabe legt die Vergabestelle (NIC = Network Information Center) der jeweiligen Top-Level-Domain fest. Einer Domain können – jeweils mit einem Punkt abgetrennt â€“ weitere Subdomains hinzugefĂŒgt werden. Jeder Abschnitt (Domain und Subdomain) darf maximal 63 Zeichen enthalten. Die GesamtlĂ€nge des voll qualifizierten Domain-Namens (FQDN = Fully Qualified Domain Name) darf jedoch 255 Zeichen nicht ĂŒberschreiten. Mit jedem so gebildeten FQDN kann ein beliebiges physisches oder virtuelles Objekt weltweit eindeutig adressiert werden. Die Verbindung zwischen dem FQDN und dem tatsĂ€chlichen Aufenthaltsort des Objektes (Speicherplatz) wird ĂŒber EintrĂ€ge in Nameservern hergestellt, die letztlich ĂŒber Routing-Tabellen auf die numerische IP-Adresse (z. B. 168.101.24.318) eines Servers verweisen.


Der DNS-Namensraum


Aufbau und Regeln


Die Darstellung des DNS-Namensraumes erfolgt als Wurzelbaum. Jeder Knoten dieses Baumes besitzt einen Namen, der ohne die Angabe eines vollstÀndigen Namens nicht eindeutig ist. So lÀsst sich beispielsweise der Knoten example nicht eindeutig bestimmen, weil dieser Name zum einen unter example.com und zum anderen unter example.org zugeordnet sein könnte.

Jeder Domain-Name besteht also aus mehreren Namensteilen (Labels), die durch Punkte voneinander getrennt sind.

Der ganz rechts stehende Name steht in der Hierarchie des Wurzelbaums am höchsten, der ganz linke Knotenname am niedrigsten. Die höchste Ebene in der DNS-Hierarchie hat dabei die sogenannte Root-Domain (bzw. Null- oder Root-Label genannt). Sie hat einen leeren Knotennamen aus einem einzelnen Oktett gefĂŒllt mit Nullen.

Topologisch unterhalb, und damit links von der Root-Domain aufgefĂŒhrt, folgt der Name einer Top-Level-Domain (TLD). Unterhalb bzw. im Namen links von der Top-Level-Domain folgen die Namen der Second-Level-Domains gefolgt von Third-Level-Domains oder schlicht Subdomains.


Beispiel


        (root)                    Label der 0. Ebene, Null-Label
/
/
com org Labels der 1. Ebene, Top-Level-Domains (TLD)
/
/
example example Labels der 2. Ebene, Second-Level-Domains
| / | und Hostnamen direkt unter einer TLD
www de en www Labels der 3. Ebene, Third-Level-Domains
/ und Hostnamen unter Second-Level-Domains
foo bar

(beliebig erweiterbar)

Fully Qualified Domain Name (FQDN)


Der vollstÀndige Name einer Domain wird als Fully Qualified Domain Name (FQDN) bezeichnet. Der Domain-Name ist in diesem Fall eine absolute Adresse.

Der FQDN www.example.com. ergibt sich durch:
3rd-level-label. 2nd-level-label. Top-Level-Domain. root-label

und lautet damit


www.example.com.

Da das Root-Label immer leer ist (es besteht aus einer leeren Zeichenkette), wird bei den meisten Benutzer-Anwendungen (zum Beispiel Browsern) in der Regel auf die Eingabe des Punktes zwischen dem Label der Top Level Domain und dem root-label verzichtet. Streng genommen handelt es sich bei dieser Schreibweise nicht mehr um eine absolute, sondern um eine relative Adresse und damit nicht mehr um einen FQDN. Bei der Angabe in Resource Records auf Nameservern muss zwingend der volle Name mit Punkt angegeben werden.

Als Oberbegriff fĂŒr FQDN und IP-Adresse wird in einigen RFCs der Begriff Fully-Qualified Host Name (FQHN) verwendet.


Subdomain


Aufbau und Funktion


Als Subdomain bezeichnet man eine Domain, welche in der Hierarchie unterhalb einer anderen liegt. Im allgemeinen Sprachgebrauch sind damit meist Domains in der dritten oder einer weiteren Ebene gemeint. Eine Domain, die direkt unterhalb der Top-Level-Domain liegt, wird umgangssprachlich -nicht- als Subdomain, sondern als Second-Level-Domain oder nur als Domain bezeichnet.

Betrachten wir als Beispiel die Top-Level-Domains com und org. Unter diesen Domains sind die Second-Level-Domains example.com bzw. example.org angesiedelt. Jede Subdomain ist eigenstÀndig wieder eine Domain, in der andere Domains und Hostnamen liegen können. Beispielsweise ist example.org eine Second-Level-Domain der Top-Level-Domain org oder de.example.org eine Subdomain von example.org.

In einigen Top-Level-Domains gibt es eine EinschrĂ€nkung der Second-Level-Domains: z. B. waren frĂŒher unter uk nur eine Handvoll Domains wie ac.uk, gov.uk, co.uk angesiedelt. UniversitĂ€ten erhielten Third-Level-Domains unter ac.uk, Behörden unter gov.uk, kommerzielle Firmen unter co.uk. In Österreich wird ein gemischtes System verwendet: Second-Level-Domains unter at werden frei vergeben, unter ac.at erhalten nur Hochschulen und unter gv.at nur Behörden eine Third-Level-Domain.

Zur logischen und physischen Trennung von Diensten innerhalb der Domain einer Organisation werden traditionell Sub-Domains, z. B. www.beispiel.at fĂŒr den Webserver oder mail.beispiel.at fĂŒr den Mailserver verwendet. Dabei handelt es sich aber nur um eine Konvention; ein Webserver kann genau so gut auf einem Computer mit dem Domainnamen web.beispiel.at oder beispiel.at betrieben werde





























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